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Kreatin - Kur
Creatin ist ein natürlicher Bestandteil unserer Nahrung und eine im Körper vorkommende Substanz, die eine essentielle Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Creatin steigert besonders die Leistungsfähigkeit bei Kraft- und Ausdauersportlern und verkürzt die Erholungszeit nach intensivem Training oder Wettkampf.
Creatin verstärkt dabei die hypoglykämische Insulinwirkung und steigert dadurch die Aufnahme des Zuckers im Muskel. Es verbessert somit den Energietransport in die Muskelzellen und beschleunigt den Masseaufbau enorm. Ein etwa 70 kg schwerer Mensch benötigt in der Ladephase (siehe unten) zwischen 0,2 und 0,3 g pro Tag und Kilogramm Körpergewicht.
70kg Körpergewicht x 0,3g Creatin = 21g Creatin pro Tag
Geht man davon aus, dass der Körper maximal die Hälfte selbst synthetisieren kann, muss der Rest durch die Nahrung und Creatinprodukte zugeführt werden.
Es empfiehlt sich deshalb eine so genannte „dreiphasige Creatinkur“:
Darunter versteht man eine Aufladephase, in der 0,3g Kreatin pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden soll und eine im Anschluss daran erfolgende 6-8 wöchige Erhaltungsphase, in der sich die Menge des zugeführten Supplements auf 10% des in der Aufladephase supplementierten Creatins reduziert. Nach diesen Phasen muss eine Absetzphase eingelegt werden. Darunter versteht man eine mindestens vier Wochen anhaltende Creatinabstinenz. Dies liegt darin begründet, dass der Körper die Eigenproduktion einstellt, wenn ihm von außen Creatin in ausreichendem Maße zugeführt wird. Somit verliert Creatin an Wirkung, es entstehen aber auch keine negativen Effekte.
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CREATIN – KUR (fast load) |
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Ladephase |
Erhaltungsphase |
Absetzphase |
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0,3g pro kg Körpergewicht Dauer: 1 Woche |
0,03g pro kg Körpergewicht Dauer: 8 Wochen |
Keine Einnahme von Creatin Dauer: 4 Wochen |
Einnahme von Kreatin
Der optimale Einnahmezeitpunkt von Kreatin ist
unmittelbar nach dem Training. An
trainingsfreien Tagen möglichst auf nüchternen bzw. leeren Magen. Das Kreatin am
besten in lauwarmen Wasser auflösen (optimal wäre natriumreiches, stilles
Mineralwasser), 30 Minuten nach der Einnahme von Kreatin ein Getränk mit 70-100g
Kohlenhydraten (Glucose, Maltodextrin) zu sich nehmen, oder unmittelbar nach dem
Training Kreatin und Whey Protein (30-50g) in Wasser gelöst zu sich nehmen,
30min später einen Shake mit 30-50g Dextrose oder Maltodextrin nachreichen.
Kreatin sollte kühl und vor allem trocken gelagert werden, da es bei zu hoher
Luftfeuchigkeit zum spontanen Zerfall zu Kreatinin neigt. Wie nicht anders zu
erwarten bleibt Kreatin in flüssiger Lösung nicht sehr lange stabil
(insbesondere im sauren Milieu wie etwa im Magen) und sollte deshalb unmittelbar
nach dem Anmischen konsumiert werden. Dabei ist zu beachten, dass die
Magenpassage umso schneller vonstatten geht, je mehr die Temperatur der
zugeführten Flüssigkeit der Körpertemperatur entspricht. D.h. für die Praxis:
wenn möglich das Kreatin in lauwarmem Wasser lösen.
Beim Kochen von Fleisch gehen - als Richtwert - in einer Stunde ca. 30% des
vorhandenen Kreatin verloren, im Vergleich dazu verliert man jedoch beim
schnellen Braten eines Steaks nur etwa 10%, luftgetrocknetes Fleisch und Fisch
behalten immerhin 90% ihres Gehaltes an Kreatin.
Kaffee und Kreatin
Da Kaffee
bei einigen Sportlern die
muskelaufbauende Wirkung von Kreatin negativ beeinflussen kann, sollte auf eine
gleichzeitige Einnahme von Kaffee zusammen mit Kreatin verzichtet und zudem
gleichzeitig der Konsum dieses Genussmittels auf 1-2 Tassen pro Tag beschränkt
werden (Vandenberghe et al. 1996). Die Tatsache, dass gewisse Personen nicht
oder nur wenig auf Kreatin ansprechen könnte eventuell mit dem Kaffeekonsum
zusammenhängen.
Achtung bei Lagerung von Kreatin - Präparaten
Eine unsachgemäße Lagerung von Kreatinprodukten - bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann zum spontanen Zerfall von Kreatin in Kreatinin führen, was natürlich unerwünscht ist, weil es, einmal aufgenommen, wieder über die Nieren ausgeschieden werden muss. Kreatin ist aufgelöst relativ unstabil und kann nur kurze Zeit ohne Zerfall in Kreatinin aufbewahrt werden. Deshalb sollte das trocken gelagerte Kreatinpulver erst kurz vor der Einnahme in Flüssigkeit gelöst werden (wenn gewünscht - zur besseren Löslichkeit von Kreatin nur kurz auf max 70°C erhitzten).
Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kreatin
Bisher sind keine
schwerwiegenden
Nebenwirkungen von Kreatin bekannt. Einige Sportler beklagen sich jedoch über gelegentlich leichte
Blähungen, die oft darauf zurückzuführen sind, dass meistens Kreatinpulver mit
zu wenig Flüssigkeit eingenommen wurde und deswegen das Kreatin als Pulver im Magen ungelöst
bleibt. Bei einigen Personen
treten vor allem während der Kreatin-Ladephase leichte Muskelkrämpfe,
hauptsächlich in den
Waden auf. Diese gehen aber nach zusätzlicher Einnahme von Magnesium schnell wieder vorbei. Dieses Phänomen kann dadurch erklärt
werden, dass die Erhöhung des Phospho-Kreatin-Spiegels im Muskel zu einer
Veringerung der Konzentration an freiem Magnesium in der Muskelzelle führt,
weil das Phospho-Kreatin selber Magnesium im Körper binden kann.
Viele international erfolgreiche Sportler
haben während der 5-10 jährigen Kreatin-Supplementation keine nennenswerten
Nebenwirkungen gezeigt (Stöckler et al. 1996). Bei der langfristigen Einnahme von Kreatin
sollte aber (wie in der Kreatinkur beschrieben) nach 2-3 Monaten für jeweils einen Monat
unterbrochen werden, um unter anderem die langsame Gewöhnung des Körpers an die
externe Zuführung von Kreatin durch Anpassung des körpereigenen Stoffwechsels zu
verhindern. Zudem kann auch die
Synthese des Kreatin-Transporters, d.h. desjenigen Proteins, das für die
Aufnahme von Kreatin aus dem Blut in die Körperzellen verantwortlich ist,
herunter-reguliert werden (Guerrero and Wallimann 1997). Diese Tatsache
bestätigt die allgemeine Annahme, dass zuviel des Guten nicht unbedingt besser
sein muss.
Der Muskelaufbaustoff Kreatin
Kreatin ist heute aus dem
Sport nicht mehr wegzudenken. Schon seit mehr als 150 Jahren ist diese Substanz
bekannt. Entdeckt wurde sie 1834 von dem Franzosen Chevreul als Bestandteil der
Fleischbrühe.
Der Ursprung des Namens
Kreatin / Creatin kommt aus dem griechischen Wortes Kreas, was
übersetzt "Fleisch" bedeutet.
Justus von Liebig konnte im Jahr 1847 erstmals Kreatin als Komponente im Fleisch
nachweisen. Das erste Nahrungsmittel mit Kreatin der Weltgeschichte hatte
nunmehr den Namen "Liebigs Fleischextrakt" und war in diesem Sinne auch käuflich
zu erwerben. Die Branche der Supplemente-Industrie war geboren. Die
leistungssteigernde Wirkung des Kreatins ist schon längere Zeit bekannt. Bereits
in den siebziger und achtziger Jahren versuchten vor allem Kraftsportler mit
einer "Fleischmast" den Kreatinanteil im Körper zu erhöhen und somit ihre
Leistung zu steigern. Die großen Mengen an Fleisch führten jedoch aufgrund
erhöhter Harnsäurewerte oft zu gesundheitlichen Problemen.
Steigerung der Leistungsfähigkeit durch Kreatinprodukte
Kreatin erhielt in den letzten Jahren wegen seiner "hervorragenden"
kraftsteigernden und massebildenden Eigenschaften im Bodybuilding- und
Fitneßsport eine immer größere Beachtung. Kreatin gehört es zu den wenigen
Supplementen, denen man eine gewisse Wirkung eindeutig nachweisen kann.
Die Wirkung des Kreatins beruht vorwiegend auf Phospho – Kreatin, welches
gemeinsam mit Adenosintriphosphat (ATP) im Energiestoffwechsel der Zelle eine
wesentliche Rolle spielt. ATP, ein Molekül mit drei Phosphatgruppen, ist der
erste Energieträger, der von der Muskulatur verbraucht wird, bevor auf
langsamere Alternativen umgestiegen werden muss. Dabei wird vom ATP eine seiner
drei Phosphatgruppen abgespalten, wobei Energie frei wird, die für die
Kontraktion verwendet wird. Übrig bleibt Adenosindiphosphat (ADP), ein Molekül
mit nur zwei Phosphatgruppen, welches erst wieder zu ATP resynthetisiert werden
muss. Der körpereigene Vorrat an ATP reicht für etwa 3s Arbeit, dann kommt das
Kreatin – Phosphat ins Spiel, welches seinen Phosphatrest abspaltet und an das
ADP abgibt, wobei wieder ATP entsteht, das nun erneut zur Energiegewinnung
verwendet werden kann. Kreatin wirkt damit in etwa wie ein
Energierecyclingsystem. Dadurch erhöht sich die Dauer, während der die
Muskulatur auf ATP als Hauptenergieträger zurückgreifen kann, auf ca. 6-10s.
Kreatin kann somit als eine Art Puffer betrachtet werden, der die Zeit zwischen
akuter und verzögerter Energiebereitstellung überbrückt und längere Kraftspitzen
ermöglicht.
Trainingseffekte
Kreatin beeinflusst die maximale Spannungsentwicklung (Isotonie) im Muskel
signifikant (sprich: höhere Maximalgewichte sind möglich). Eine Studie über das
fasertypenspezifische Muskelwachstum unter Nahrungsergänzung mit Kreatin über
einen Zeitraum von 12 Wochen Hanteltraining im Vergleich zu einer
Probandengruppe ohne entsprechende Nahrungsergänzung zeigte bis zu 70%
Muskelwachstum bei TypII Muskelfasern. Eine "Nebenwirkung" der Einnahme von
Kreatin, die in der wissenschaftlichen Literatur erfasst ist, ist eine mögliche
Gewichtszunahme um ein bis zwei Prozent, je nach Person. Diese Gewichtszunahme
resultiert aus der Einbehaltung von Wasser in den Muskelzellen. Für Bodybuilder
ist das ein wünschenswerter Nebeneffekt, da der Muskel größer wird.
Kreatin verbessert neben der Muskelkraft auch die Hirnleistung
Doping für Körper und Geist
Der Muskelaufbaustoff Kreatin macht nicht nur müde Männer munter, sondern auch
noch schlau. Zumindest bei Vegetariern verbessern Kreatin - Gaben das Gedächtnis
und das Ergebnis von Intelligenztests, ergaben aufwändige Untersuchungen
australischer Wissenschafter. Über ihre Studie berichten sie in der Zeitschrift
Proceedings of the Royal Society B (Bd. 270, Nr. 1529). Kreatin wird in
zahlreichen Varianten für Sportler und Bodybuilder angeboten. Es vergrößert die
im Muskel verwertbare Energiemenge. Wissenschaftler haben schon länger vermutet,
dass die Verbindung auch im Gehirn eine ähnliche Wirkung hat.
Die Gesellschaft
für Ernährungsforschung e.V. (GfE) bietet weitere Informationen über
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